Schritt für Schritt zurück zu 100 Prozent

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Mehr ist mehr
Schritt für Schritt zurück zu 100 Prozent

Felix Wolter, Weltklasse-Zehnkämpfer aus dem Team Schmidbauer im TSV Gräfelfing, hat seinen Trainings- und Lebensmittelpunkt an den Bundesstützpunkt Zehnkampf in Hannover verlegt. Wie ergeht es ihm dort? Was macht die Formkurve? Wir haben direkt bei ihm nachgefragt.

Felix, du hältst für das Team Schmidbauer seit einiger Zeit in Hannover die Stellung. Wie ergeht es dir dort?

Felix Wolter: danke der Nachfrage. Ich habe mich gut in Hannover eingelebt. Ich wohne direkt an der Ihme, einem kleinen Nebenfluss der Leine. Mit dem Fahrrad brauche ich gerade einmal sieben Minuten zur Trainingsstätte im Sportleistungszentrum Niedersachsen mit dem angeschlossenen Stadion. Durch die vielen Trainingslager war ich aber gefühlt noch gar nicht so oft dort. Trotzdem fühlt sich meine aktuelle Lebenssituation inzwischen definitiv nach Zuhause an.

Wie sieht dein Plan für die Saison aus?

Mein ursprünglicher Plan war, in Ratingen ins Wettkampfgeschehen einzusteigen. Ob das bis dahin mit einer wirklich guten Vorbereitung klappt, muss man noch schauen. Im Moment macht mir eine alte Rückenverletzung mal wieder zu schaffen. Deswegen liegt gerade mein Fokus vor allem darauf, den Körper endlich wieder stabil und belastbar zu bekommen.

Wie gehst du dabei vor?

Ich konnte jetzt seit knapp zwei Jahren nie wirklich zu 100 Prozent trainieren. Das ging soweit, dass ich im Alltag selbst beim Sitzen immer wieder Schmerzen hatte. Es gab aber zuletzt Fortschritte – die Probleme im linken Bein, die mich lange begleitet haben, scheinen deutlich nachzulassen. Dafür macht jetzt die rechte Seite Ärger, vermutlich auch als Kompensation. Dazu kommt, dass der untere Rücken immer mal wieder komplett dichtmacht. Es ist also etwas komplex. Deshalb besteht mein Alltag momentan aus extra viel Reha, Physio, Osteo, Chiropraktik und dem Versuch, trotzdem sinnvoll zu trainieren.

Wie fühlst du dich angesichts solcher Herausforderungen aufgestellt für die nächsten Aufgaben?

Insgesamt wissen ich und meine Trainer heute deutlich mehr darüber, worauf mein Körper gut oder schlecht reagiert. Es geht also in die richtige Richtung, auch wenn noch nicht alles geklärt ist. Mein vorrangiges Ziel bleibt, wieder komplett gesund zu werden – weil ich glaube, dass die Form dann auch schnell wieder kommen kann.

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